Track 6: Soziale Medien und kollektive Intelligenz


Soziale Medien haben unseren Umgang mit Informationen, unsere Kommunikation und die Art, wie wir zusammen arbeiten, radikal verändert. Neue Technologien ermöglichen es praktisch jedem Einzelnen Informationen nahezu in Echtzeit und weltweit an ein beliebig großes Publikum zu verbreiten. Die damit einhergehenden Tweets, Blog-Beiträge, nutzergenerierte Dokumente etc. in sozialen Netzen führen zu einer exponentiell wachsenden Datenflut, in bislang unbekanntem Ausmaß. Darüber hinaus tragen die digitalen Spuren, die alle Akteure – ob Menschen, Dinge oder IT-Systeme – mit ihrer Kommunikation oder ihrem Verhalten hinterlassen, zu einer zunehmenden Durchdringung unserer Gesellschaft mit Daten bei („Datafication“). Eine wesentliche Eigenschaft vieler der sich dabei anhäufenden Datenbestände ist, dass tatsächliches Verhalten erfasst wird. Dies stellt eine qualitativ bedeutsame Grundlage für die Gewinnung von Erkenntnissen oder sogar für ein neues („viertes“) Paradigma einer datenintensiven Wissenschaft dar. Der erhebliche Grad an Vernetzung und Verbundenheit gleichberechtigter Nutzer verändert den Konsum und die Einsatzmöglichkeiten traditioneller ebenso wie sozialer Medien. Wir beobachten derzeit neue Formen der Zusammenarbeit in Unternehmen, Märkten und Gesellschaften, unter anderem auch das Phänomen einer kollektiven Intelligenz.

In diesem Track fokussieren wir folgende Fragestellungen:

  1. Welche Erkenntnisse bergen Daten aus sozialen Medien? Wie können die in höchstem Maße dezentralen und verteilten Daten aus der Kommunikation von Menschen oder Sensoren in unterschiedlichsten (mobilen) Kontexten zusammengeführt, interpretiert und integriert werden, um sinnhafte Aussagen oder Dienste zu entwickeln?

  2. Wie tragen Soziale Medien zu einer organisationalen oder gesellschaftlichen Zusammenarbeit bei, z. B. in der Entwicklung von Ideen, Innovationen und Wissen, im Lernen, in Beziehungen zu Kunden oder Partnern sowie in der Teamarbeit?

  3. Wie und mit welchen (neuen) IT-Funktionalitäten fördern Informationssysteme die Zusammenarbeit in sozialen Medien und eine kollektive Intelligenz – vor allem auch in sehr großen Gemeinschaften?
Wir begrüßen Beiträge zu allen Aspekten sozialer Medien und kollektiver Intelligenz – in und für Unternehmen (z. B. in Marketing, Innovation und Kooperation), auch im Bereich der Unterhaltung (z. B. soziale Dienste im Bereich von Nachrichten, Musik, Fernsehen und Gaming).

Die folgende Liste möglicher Themen ist weder ausschließlich noch abschließend. Alle Arten von interessanten Artefakten, neue Funktionalitäten von Informationssystemen und Methodeninnovationen, wie auch unterschiedlichste Forschungsmethoden, analytische, konzeptionelle, konstruktionsorientierte, empirische und theoretische Ansätze sind willkommen.

Themen
  • Data/Information/Web Mining, z. B. Opinion Mining, Media Bias
  • Social Media Monitoring, Prognosen und Trenderkennung
  • (Dynamic) Social Network Analysis (SNA)
  • Semantische Netzwerkanalyse
  • Human Computation, Human Sensing, Citizen Science
  • Kollektive Intelligenz bei mobilen Diensten
  • Theorien zu und Artefakte für digitale Zusammenarbeit
  • Crowdsourcing
  • Kollaborative Innovationsnetzwerke, kollaborative Kreativität
  • Engineering von Informationssystemen für große Gemeinschaften
  • Anreize für kooperatives Verhalten, z. B. Spielmechaniken
  • Adoption und Akzeptanz von sozialen Medien
  • Social Business und Enterprise Software
  • Business Models, Business Value und Consumer Surplus in Social Media
  • Mobile Social und Geo Social Networking und Services
  • Soziale Medien innerhalb und für Smart Cities, Smart Traffic, Smart Energy
  • Semistrukturierte Daten und Big Data, z. B. Stimmungs- und Emotionserkennung, Natural Language Processing
  • Social Search Engines und Aggregators
  • Personalisierung und Benutzeradaptation
  • Vertrauen, Reputation, soziale Kontrolle, Datenschutz
  • Information reliability, Web Spam, Content Authenticity
Track Chairs
Prof. Dr. Susanne Robra-Bissantz, Technische Universität Braunschweig
Prof. Dr. Detlef Schoder, Universität zu Köln

Programmkomitee
Prof. Dr. Andrea Back, Universität St. Gallen
Prof. Dr. Alexander Benlian, Technische Universität Darmstadt
Prof. Dr. Freimut Bodendorf, Friedrich-Alexander-Universität Nürnberg-Erlangen
Prof. Dr. Jana Diesner, iSchool at the University of Illinois at Urbana-Champaign (UIUC)
Dr. Carolin Durst, Friedrich-Alexander-Universität Nürnberg-Erlangen
Prof. Dr. Kai Fischbach, Otto-Friedrich-Universität Bamberg
Prof. Dr. Peter Gloor, MIT Sloan School of Management
Prof. Dr. Jorge Marx Gómez, Carl von Ossietzky Universität Oldenburg
Dr. Jörn Grahl, Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Dr. habil. Georg Groh, Technische Universität München
Dr. Ralf Klamma, RWTH Aachen University
Prof. Dr. Mathias Klier, Universität Regensburg
Prof. Dr. Michael Koch, Universität der Bundeswehr München
Prof. Dr. Hanna Krasnova, Universität Bern
Prof. Dr. Christoph Lattemann, Jacobs University Bremen
Dr. Sven Laumer, Otto-Friedrich-Universität Bamberg
Prof. Dr. Ulrike Lechner, Universität der Bundeswehr München
Prof. PhD Takis Metaxas, Wellesley College, MA
Prof. Dr. Volkmar Pipek, Universität Siegen
Dr. Key Pousttchi, Universität Augsburg
Dr. Johannes Putzke, Universität zu Köln
Dr. Alexander Richter, University of Zurich
Dr. Daniel Schlagwein, Australian School of Business
Prof. Dr. Mareike Schoop, Universität Hohenheim
Prof. Dr. Guido Schryen, Universität Regensburg
Prof. Dr. Steffen Staab, Universität Koblenz-Landau
Prof. Dr. Stefan Stieglitz, Westfälische Wilhelms-Universität Münster
Prof. Dr. Markus Strohmaier, Universität Koblenz-Landau
Prof. Dr. Matthias Trier, Copenhagen Business School
Prof. Dr. Katharina Zweig, Technische Universität Kaiserslautern
 
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