Track 3: Architectural Thinking


Weil das Unternehmensarchitekturmanagement einen hohen Reifegrad in der Wirtschaftsinformatik-Forschung wie auch Praxis erreicht hat, werden in diesem Track Modellierungs- , Management- und insbesondere auch Nutzungsaspekte aus primär fachlicher Sicht im Begriff „Architectural Thinking“ zusammengefasst. Damit soll verdeutlicht werden, dass der Nutzungsbereich von Architekturen keinesfalls auf den Kontext der Erst- und Weiterentwicklung softwareintensiver Systeme beschränkt ist. Unternehmensweites IT-Architekturmanagement, Unternehmensarchitekturmanagement und Geschäftsarchitekturmodellierung bzw. -management haben gezeigt, dass die Bedeutung von Architectural Thinking in der Wirtschaftsinformatik immer größer wird. Architectural Thinking entwickelt sich zu einer zentralen Fähigkeit von Organisationen, Geschäftsziele wie Transparenz, Effizienz, Kohärenz, Innovation und/oder Transformation zu erreichen. Im Gegensatz zu Unternehmensarchitekturmanagement, das als Konzept sowohl in der (angewandten) Informatik wie auch in der Wirtschaftsinformatik verankert ist, ist Architectural Thinking klar im Schnittbereich von IT (Software), Menschen und Organisation – also im Kernbereich der Wirtschaftsinformatik – zu positionieren. Architectural Thinking ist vielgestaltig und umfasst deshalb ein weites Gebiet von Forschungsperspektiven, z. B. im Bereich der Modellierung, des Management und der Nutzung.

Themen:
  • Modellierung von Architekturen (z. B. Metamodelle, Roadmaps, Frameworks sowie spezifische Architekturen wie Geschäftsmodelle und architekturen, Prozessarchitekturen, Applikationsarchitekturen, Softwarearchitekturen, IT-Architekturen, Sicherheitsarchitekturen, Daten-, Informations- oder Wissensarchitekturen und Unternehmensarchitekturen)
  • Management von bzw. mithilfe von Architekturen (z. B. Verankerung, Weiterentwicklung, Migration, auch “bottom-up”-Ansätze wie Process Mining)
  • Beziehung von Architekturmanagement zu anderen Managementdisziplinen (z. B. strategisches Management, Organisationsentwicklung, Change Management, IT- Management)
  • Spezifische Anwendungskontexte von Architectural Thinking (z. B. Kosten- bzw. Redundanzreduktion, IT/business Alignment, Mergers & Acquisitions, Business Transformation, Business Innovation, Sourcing, Shared & Managed Services, Governance, Risiko- und Compliance Management)
  • Organisation der Architekturfunktion (Positionierung und Architekturziele, Architekturprodukte und services, Architekturkommunikation und Stakeholder-Einbeziehung, Architekturprozesse und -rollen, Architekturmonitoring und KPIs)
  • Beziehung von Architectural Thinking mit anderen Ansätzen oder Paradigmen der Wirtschaftsinformatik (z. B. Mobile & Social Computing, Serviceorientierung, Virtualisierung, Use-centric & Unmanaged Computing)
  • Werkzeugunterstützung und Standards für Architectural Thinking
  • Umsetzung von Architectural Thinking (z. B. Referenzmodelle, Situative Anpassung)
  • Wertbeitrag von Architectural Thinking (z. B. Erfolgsfaktoren, Metriken, Verrechnung und Kalkulation)
  • Rolle von Organisations , National- oder anderen (Sub-)Kulturen in Architectural Thinking
  • Innovative Anwendungsfälle von Architectural Thinking
Track Chairs
Prof. Dr. Witold Abramowicz, Wirtschaftsuniversität in Poznan
Prof. Dr. Robert Winter, Universität St. Gallen

Programmkomitee
Prof. Dr. Stephan Aier, Universität St. Gallen
Prof. Dr. Martin Bichler, Technische Universität München
Prof. Dr. Stefan Eicker, Universität Duisburg-Essen
Dr. Agata Filipowska, Wirtschaftsuniversität in Poznan
Prof. Dr. -Ing. Norbert Gronau, Universität Potsdam
Prof. Dr. Volker Gruhn, Universität Duisburg-Essen
Inge Hanschke, iteratec
Prof. Dr. Georg Herzwurm, Universität Stuttgart
Prof. Dr. Dimitris Karagiannis, Universität Wien
Prof. Dr. Susanne Leist, Universität Regensburg
Prof. Dr. Christine Legner, Université de Lausanne
Prof. Dr. Henderik Proper, CRP Henri Tudor
Prof. Dr. Jan Recker, Queensland University of Technology
Prof. Dr. Kurt Sandkuhl, Universität Rostock
Prof. Dr. Steffen Staab, Universität Koblenz-Landau
Prof. Dr. Rudi Studer, Karlsruhe Institut für Technologie KIT
Prof. Dr. Axel Uhl, SAP und FHNW
Prof. Dr. Jan Verelst, Universiteit Antwerpen
 
  • Gold-Sponsoren


  • Silber-Sponsoren


  • Bronze-Sponsoren


  • Förderer


  • Medienpartner


  • Branchenpartner


  • Netzwerkpartner


  • Wissenschaftliche Partner