Track 1: Informationssysteme in der Industrie


Informationsverarbeitung in der Industrie ist heute tiefgreifenden, von der Informationstechnologie getriebenen Umwälzungen unterworfen. In-Memory-Computing eröffnet neue Möglichkeiten zur raschen und tiefen Analyse betriebswirtschaftlicher und technischer Daten ("Business Analytics"). Konventionelle betriebswirtschaftliche Anwendungssysteme im Fertigungssektor und angrenzenden Funktionsbereichen, wie z. B. Produktentwicklung, Vertrieb und Kostenrechnung, werden virtualisiert und können als Software-as-a-Service aus der "Cloud" bezogen werden. Endbenutzer greifen zum Zeitpunkt des Bedarfs von mobilen Geräten wie Tablets und Smartphones aus zu.

Die technologische Infrastruktur steht heute als Service zur Verfügung, so dass Unternehmen auf eigene Rechenzentren zum Betrieb ihrer Systeme verzichten können. Die Auslagerung wirft Fragen der Sicherheit, der Vertraulichkeit und des Vertrauens in den Anbieter der Cloud-Lösungen auf. Die Architekturen der Systeme müssen den Veränderungen angepasst werden.

Die RFID-Technologie eröffnet neue Möglichkeiten für die innerbetriebliche Steuerung und Überwachung von Güterflüssen, für die zwischenbetriebliche Logistik und für das Supply Chain Management. Sie ist ein besonders wichtiger Baustein für die sog. "Smart Factory“ und das "Internet der Dinge", in dem neben Menschen und Computern intelligente Güter, Geräte und Anlagen kommunizieren. Die darin liegenden Potentiale sollen u. a. unter dem Dach "Industrie 4.0" ausgeschöpft werden. Globale Ziele sind höhere Effektivitäts-, Flexibilisierungs- und Individualisierungsgrade bei der industriellen Produktion und die Verbindung von Produkten mit hochwertigen Dienstleistungen. Dazu ist eine einfache Integration von fabriknahen Systemen wie MES und CAx, Maschinen und Technologien wie RFID und Sensorik durch standardisierte Schnittstellen erforderlich.

Zu dem Track werden Einreichungen erbeten, die innovative Ansätze beschreiben, zukunftsweisende Konzepte präsentieren und einen Beitrag leisten können, die digitale Zukunft für die Industrie zu gestalten. Die Präsentation und Evaluierung von Prototypen ist willkommen. Beiträge, welche die betriebswirtschaftlichen und wirtschaftsinformatischen Konsequenzen und die nötigen Entwicklungen in der Wirtschaftsinformatik untersuchen, sind willkommen. Beispielsweise sollten die Wirkungen von Produkt- und Prozessvarianten auf die Kundenaufträge überprüft, die Lagerbevorratung von Komponenten bis zu Ersatzteilen automatisch quantifiziert und die Ergebnisse in Berichts- und Entscheidungsunterstützungssysteme eingebettet werden. Um Überforderungen des Personals zu verhindern, bieten sich die Echtzeit-Instruktion am Arbeitsplatz, die Beratung durch Assistenzsysteme oder die personelle Beratung durch Teilnehmer an sozialen Netzwerken an. Dabei gilt es, auf kurzfristige Wirkungen ebenso zu achten wie auf langfristige Wirkungen über die Lebenszyklen von Erzeugnissen und Prozessen hinweg.

Mögliche Themen
  • Integration von betriebswirtschaftlichen Anwendungssystemen (z.B. ERP-, SCM-Systemen) und Industrie 4.0
  • Zukunftsfähige Softwarearchitekturen für betriebswirtschaftliche Anwendungssysteme
  • ERP on Demand, ERP-as-a-Service, ERP aus der Cloud, Mobile ERP
  • Auswertungs- und Präsentationsmethoden für Big Data in der Industrie
  • Implikationen des In-Memory-Computing für betriebswirtschaftliche Anwendungssysteme
  • Innovative Ansätze für Logistik und Produktion
  • Kopplung von Produktion und Dienstleistungsprozessen
  • Integration von sozialen Netzwerken in industrielle Anwendungssysteme
  • Benutzerschnittstellen und -training in Industrie 4.0
  • Smart Factory, Internet der Dinge, Integration von RFID-Lösungen in betriebswirtschaftliche Anwendungssysteme
  • IT in industriell gefertigten Produkten (Embedded Systems, Smart Products), cyberphysikalische Systeme (CPS)
  • Integration von Kunden und Lieferanten in industrielle Geschäfts- und Wertschöpfungsprozesse
Track Chairs
Prof. Dr. Karl Kurbel, Universität Frankfurt (Oder)
Prof. Dr. Peter Loos, Universität des Saarlands

Program Committee
Prof. Dr. Jan Aurich, TU Kaiserslautern
Prof. Dr. Wilhelm Dangelmaier, Universität Paderborn
Dr. Wolfgang Faisst, SAP AG, Walldorf
Prof. Dr. Elgar Fleisch, ETH Zürich
Prof. Dr. Norbert Gronau, Universität Potsdam
Prof. Dr. Bernd Hellingrath, Universität Münster
Prof. Dr. Achim Koberstein, Universität Frankfurt (Main)
Prof. Dr. Jorge Marx Gomez, Universität Oldenburg
Prof. Dr. Peter Mertens, Universität Erlangen-Nürnberg
Prof. Dr. Petra Schubert, Universität Koblenz-Landau
Prof. Dr. Susanne Strahringer, Technische Universität Dresden
Prof. Dr. Leena Suhl, Universität Paderborn
Prof. Dr. Klaus Turowski, Universität Magdeburg
 
  • Gold-Sponsoren


  • Silber-Sponsoren


  • Bronze-Sponsoren


  • Förderer


  • Medienpartner


  • Branchenpartner


  • Netzwerkpartner


  • Wissenschaftliche Partner